Sir John B. Gurdon

britischer Entwicklungsbiologe; Leiter des Wellcome Trust/Cancer Research UK Institute der Universität Cambridge ab 1990; Nobelpreis für Physiologie/Medizin 2012 für die Rückprogrammierung erwachsener Körperzellen in den embryonalen Zustand (gemeinsam mit Shinya Yamanaka)

* 2. Oktober 1933 Dippenhall

† 7. Oktober 2025

Herkunft

Sir John Bertrand Gurdon wurde am 2. Okt. 1933 als Sohn von Wilhelm Nathaniel Gurdon und dessen Frau Elsi, geb. Byass, in Dippenhall (Grafschaft Hampshire) geboren. Sein Vater, ursprünglich Bankangestellter, lebte in seinen späteren Berufsjahren davon, Lehrbücher in Brailleschrift zu übertragen. G. hatte eine Schwester namens Caroline.

Ausbildung

Nach dem Besuch des Eton College schrieb sich G. am Christ Church College in Oxford zunächst für Altphilologie ein, wechselte dann aber zur Zoologie. 1956 erwarb er einen B.A. in diesem Fachbereich, und 1960 wurde er bei Michael Fischberg in Embryologie zum Ph.D. promoviert (Dissertationsthema: "Studies on nucleocytoplasmic relationships during differentiation in vertebrates").

Wirken

Akademische Laufbahn

Akademische Laufbahn Nach postdoktoralen Forschungsaufenthalten am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena und an der Carnegie Institution in Baltimore war G. zunächst weiterhin als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent in Oxford tätig. 1973 wechselte er an die University of Cambridge, an der er bis 1983 am MRC Laboratory of Molecular Biology arbeitete und die ...